Humanoide Roboter, künstliche Intelligenz und Maschinen, die sogar Fußball spielen: Auf der IFA 2026 zeigt sich, wie schnell Robotik alltagstauglicher wird. Wir schauen auf die spannendsten Entwicklungen und die Frage, wie nah die Zukunft tatsächlich schon ist.
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Roboter, die laufen.
Maschinen, die selbstständig Aufgaben erledigen.
Künstliche Intelligenz, die ihre Umgebung analysiert.
Und Roboter, die gegeneinander Fußball spielen.
Was vor einigen Jahren noch ziemlich stark nach Science-Fiction geklungen hätte, lässt sich aktuell auf der IFA 2026 in Berlin beobachten.
Die Technikmesse läuft vom 4. bis 8. September 2026 und zeigt neben Fernsehern, Computern, Haushaltsgeräten und Smart-Home-Technik in diesem Jahr besonders viele Entwicklungen aus den Bereichen Robotik und künstliche Intelligenz.
Dabei geht es längst nicht mehr ausschließlich um kleine Staubsaugerroboter, die gelegentlich verzweifelt versuchen, unter einem Stuhl wieder herauszukommen.
Robotik wird deutlich ambitionierter.
Besonders auffällig sind sogenannte humanoide Roboter.
Das sind Maschinen, deren Aufbau zumindest teilweise dem menschlichen Körper ähnelt.
Sie besitzen beispielsweise Arme, Beine, Hände oder einen Kopf mit Kameras und anderen Sensoren.
Das Ziel dahinter ist durchaus logisch.
Unsere Umgebung wurde schließlich für Menschen gebaut.
Treppen, Türen, Regale, Werkzeuge und Arbeitsplätze sind auf unsere Körper ausgelegt.
Ein Roboter mit einer ähnlichen Körperform könnte deshalb theoretisch bestehende Umgebungen nutzen, ohne dass Fabriken oder Gebäude vollständig umgebaut werden müssen.
Genau deshalb investieren zahlreiche Unternehmen und Forschungseinrichtungen in diese Technologie.
Ein ziemlich ungewöhnliches Beispiel lässt sich heute auf der Messe beobachten.
Das Team Berlin United der Humboldt-Universität zu Berlin präsentiert Roboter, die Fußball spielen.
Das Ganze ist Teil des RoboCup-Umfelds.
Dabei geht es nicht einfach darum, einen ferngesteuerten Roboter gegen einen Ball treten zu lassen.
Die Maschinen müssen ihre Umgebung erkennen, Entscheidungen treffen und ihre Bewegungen koordinieren.
Fußball wird dadurch zu einer Art Testlabor für Robotik.
Denn ein Fußballfeld ist alles andere als vorhersehbar.
Andere Spieler bewegen sich.
Der Ball verändert ständig seine Position.
Entscheidungen müssen schnell getroffen werden.
Und ein Roboter muss anschließend auch noch versuchen, das Gleichgewicht zu behalten.
Menschen machen viele dieser Dinge automatisch.
Die IFA 2026 bringt neue Technik nach Berlin. Von künstlicher Intelligenz und Robotik bis Smart Home und Gaming zeigen zahlreiche Marken ihre neuesten Entwicklungen.
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LesenFür Maschinen steckt dahinter eine enorme technische Herausforderung.
Einen großen Teil dieser Zukunftstechnologien findet man im Bereich IFA Next.
Dieser Teil der Messe konzentriert sich besonders auf Start-ups, Forschung und neue Technologien.
2026 wurde der Bereich deutlich erweitert.
Rund 300 Aussteller werden erwartet.
Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups aus zahlreichen Ländern präsentieren dort ihre Ideen.
Damit wird ziemlich deutlich:
Robotik und KI sind auf der IFA längst kein kleines Nebenthema mehr.
Ein wichtiger Grund ist künstliche Intelligenz.
Ein klassischer Industrieroboter führt normalerweise sehr genau definierte Bewegungen aus.
Beispielsweise:
Bauteil nehmen.
Arm drehen.
Bauteil einsetzen.
Zurückfahren.
Wiederholen.
Das funktioniert extrem zuverlässig, solange sich die Umgebung nicht verändert.
Moderne Robotik verfolgt zunehmend einen anderen Ansatz.
Roboter sollen ihre Umgebung mithilfe von Kameras und Sensoren wahrnehmen und anschließend auf Veränderungen reagieren können.
KI-Systeme können dabei helfen, Objekte zu erkennen, Situationen einzuschätzen und passende Aktionen auszuwählen.
Damit wird aus einer Maschine, die immer dieselbe Bewegung ausführt, möglicherweise irgendwann ein deutlich flexibleres System.
Robotik begegnet uns allerdings schon heute im Alltag.
Das bekannteste Beispiel dürfte der Staubsaugerroboter sein.
Die ersten Modelle fuhren teilweise ziemlich chaotisch durch Räume.
Moderne Geräte können dagegen Wohnungen kartieren, Hindernisse erkennen und ihre Reinigungsroute planen.
Auf der IFA wird deutlich, wohin sich dieser Bereich entwickeln könnte.
Roboter sollen künftig nicht nur eine einzige Aufgabe übernehmen.
Langfristig könnten Systeme entstehen, die unterschiedliche Tätigkeiten im Haushalt erledigen.
Bis ein humanoider Roboter morgens die Spülmaschine ausräumt, die Wohnung putzt und anschließend Frühstück macht, dürfte allerdings noch einiges an Entwicklung notwendig sein.
Interessant ist vor allem, wie schnell sich unsere Wahrnehmung verändert.
Ein laufender humanoider Roboter war vor wenigen Jahren noch etwas, das hauptsächlich in Forschungsvideos zu sehen war.
Heute stehen solche Systeme auf großen Technikmessen.
Natürlich bedeutet das nicht, dass nächstes Jahr jeder einen Roboter zu Hause stehen hat.
Zwischen einer beeindruckenden Messevorführung und einem zuverlässigen Alltagsprodukt liegt ein gewaltiger Unterschied.
Roboter müssen sicher sein.
Sie müssen zuverlässig funktionieren.
Sie müssen bezahlbar werden.
Und sie müssen tatsächlich einen Vorteil gegenüber bestehenden Lösungen bieten.
Neue Technologie ist nicht automatisch sinnvolle Technologie.
Nur weil ein Roboter theoretisch eine bestimmte Aufgabe erledigen kann, bedeutet das noch nicht, dass er dafür die beste Lösung ist.
Bei manchen Anwendungen ist Automatisierung sinnvoll.
In Fabriken können Roboter gefährliche oder körperlich belastende Tätigkeiten übernehmen.
In der Logistik können autonome Systeme Waren transportieren.
Auch bei Katastrophen könnten Maschinen theoretisch Bereiche betreten, die für Menschen zu gefährlich sind.
Im eigenen Wohnzimmer sieht die Rechnung möglicherweise anders aus.
Ein humanoider Haushaltsroboter müsste einen deutlichen Mehrwert bieten, damit Menschen bereit sind, dafür viel Geld auszugeben.
Die vergangenen Jahre waren stark von generativer KI geprägt.
Chatbots erzeugen Texte.
Bildgeneratoren erstellen Bilder.
Andere Modelle analysieren Sprache, Videos oder große Datenmengen.
Robotik verbindet diese digitale Intelligenz mit der realen Welt.
Und genau das macht die Entwicklung besonders interessant.
Ein KI-System in einem Computer kann eine falsche Antwort erzeugen.
Ein Roboter kann sich dagegen tatsächlich bewegen und mit seiner Umgebung interagieren.
Dadurch werden Sicherheit und Zuverlässigkeit noch wichtiger.
Natürlich haben wir aktuell keinen humanoiden Roboter in der Redaktion.
Das Budget hat gerade so für diesen Absatz gereicht.
Aber stellen wir uns kurz vor, wir hätten einen:
JannikBot 1.0
Aufgaben:
Bekannte Probleme:
Vielleicht warten wir mit der Bestellung doch noch ein paar Jahre.
👀 Easter Egg gefunden.
Technikmessen sind natürlich immer auch Schaufenster.
Unternehmen zeigen dort bewusst Produkte und Konzepte, die Aufmerksamkeit erzeugen sollen.
Nicht jede vorgestellte Technologie wird später erfolgreich.
Manche Konzepte verschwinden wieder.
Andere verändern dagegen tatsächlich unseren Alltag.
Beim Smartphone war lange nicht klar, wie zentral es einmal werden würde.
Ähnliches galt für Streaming, Smart Home oder Sprachassistenten.
Bei humanoiden Robotern ist diese Geschichte noch nicht geschrieben.
Das lässt sich heute kaum seriös beantworten.
Technisch entwickelt sich das Feld schnell.
Wirtschaftlich bleiben allerdings viele Fragen offen.
Wie teuer werden solche Maschinen?
Wie häufig müssen sie gewartet werden?
Wie lange funktionieren sie?
Wie sicher sind sie?
Und welche Aufgaben können sie wirklich besser erledigen als bestehende Geräte?
Erst wenn diese Fragen überzeugend beantwortet werden, entscheidet sich, ob humanoide Roboter tatsächlich zu einem Massenprodukt werden.
Die IFA 2026 zeigt ziemlich deutlich, dass Robotik einen neuen Entwicklungsschub erlebt.
Humanoide Maschinen verlassen zunehmend reine Forschungslabore und werden öffentlich demonstriert.
Gleichzeitig sorgt künstliche Intelligenz dafür, dass Roboter ihre Umgebung immer besser analysieren und flexibler auf Situationen reagieren können.
Noch sind wir weit von einer Welt entfernt, in der in jedem Haushalt ein humanoider Roboter herumläuft.
Aber der Abstand zwischen Science-Fiction und Realität wird kleiner.
Vielleicht schauen wir in zehn Jahren auf Bilder der IFA 2026 zurück und denken:
„Krass, so primitiv waren Roboter damals noch?“
Oder wir fragen uns:
„Warum wollten wir eigentlich unbedingt einen Roboter, der unsere Spülmaschine ausräumt?“
Welche der beiden Varianten eintritt, wird sich zeigen.
Fest steht nur:
Die Maschinen lernen gerade laufen. 🤖