Kaum ein Spiel wurde vor seinem Release so intensiv geleakt wie GTA 6. Vom riesigen Entwicklungs-Leak 2022 über den vorzeitig veröffentlichten ersten Trailer bis zu angeblichen Gameplay-Details und neuen Gerüchten: Wir schauen ausführlich darauf, was tatsächlich passiert ist, was
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Grand Theft Auto VI ist noch nicht erschienen und trotzdem wissen Spieler bereits seit Jahren erstaunlich viel über das Spiel.
Der Grund dafür sind allerdings nicht nur Trailer und offizielle Informationen von Rockstar Games.
Kaum ein anderes großes Videospielprojekt der vergangenen Jahre wurde von derart vielen Leaks, Gerüchten, angeblichen Insider-Informationen und vorzeitig veröffentlichten Inhalten begleitet wie GTA 6.
Einige davon waren falsch.
Andere konnten nie eindeutig bestätigt werden.
Und dann gab es Informationen, die tatsächlich direkt aus der Entwicklung von Rockstar stammten.
Besonders der massive Leak aus dem Jahr 2022 ging in die Geschichte der Spielebranche ein.
Seitdem vergeht kaum eine längere Zeit, ohne dass irgendwo im Internet angeblich neue Informationen über GTA 6 auftauchen.
Screenshots, Videos, Karten, Gameplay-Features, Fahrzeuge, Missionen, Gebäude, Polizeisysteme und sogar vermeintliche Details über einzelne Animationen werden innerhalb der Community diskutiert.
Das Problem dabei:
Zwischen einem echten Leak und einem erfundenen Social-Media-Post liegt manchmal nur ein Screenshot.
Deshalb schauen wir uns die Geschichte der GTA-6-Leaks einmal ausführlicher an und trennen dabei so gut wie möglich zwischen bestätigten Fakten, echten historischen Leaks und unbestätigten Behauptungen.
Gerade rund um GTA 6 wird der Begriff „Leak“ inzwischen für fast alles verwendet.
Dabei gibt es einen erheblichen Unterschied zwischen einem tatsächlichen Leak und einem gewöhnlichen Gerücht.
Ein Leak bezeichnet normalerweise Informationen oder Material, das nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war und trotzdem nach außen gelangt.
Das können beispielsweise interne Videos, Screenshots, Dokumente oder andere vertrauliche Informationen sein.
Ein Gerücht kann dagegen einfach aus einer Behauptung bestehen.
Wenn ein anonymer Nutzer beispielsweise behauptet, GTA 6 bekomme eine bestimmte Anzahl betretbarer Gebäude, eine bestimmte Spielmechanik oder eine riesige Karte, ist das noch lange kein bestätigter Leak.
Ohne nachvollziehbare Quelle oder Belege ist es zunächst nur eine Behauptung.
Deshalb unterscheiden wir in diesem Artikel zwischen drei Stufen:
Informationen, die Rockstar Games oder Take-Two selbst veröffentlicht oder bestätigt haben.
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Behauptungen, angebliche Insider-Informationen oder Material, dessen Herkunft und Echtheit nicht ausreichend belegt sind.
Diese Unterscheidung ist gerade bei GTA 6 extrem wichtig.
Der wohl wichtigste GTA-6-Leak ereignete sich im September 2022.
Plötzlich tauchte im Internet umfangreiches Videomaterial aus einer frühen Entwicklungsfassung des nächsten Grand Theft Auto auf.
Es handelte sich nicht um einen einzelnen Screenshot.
Es waren nicht zwei oder drei kurze Videos.
Insgesamt wurden mehr als 90 Videos beziehungsweise Clips verbreitet.
Das Material verbreitete sich innerhalb kürzester Zeit über Foren, soziale Netzwerke und Videoplattformen.
Für Rockstar Games war das ein massiver Sicherheitsvorfall.
Für die Öffentlichkeit war es gleichzeitig der bis dahin mit Abstand größte unfreiwillige Einblick in GTA 6.
Bei vielen angeblichen Leaks stellt sich zunächst die Frage:
Ist das überhaupt echt?
Beim Leak von 2022 gab es diese Unsicherheit nicht besonders lange.
Rockstar Games veröffentlichte kurz darauf selbst eine Stellungnahme.
Das Unternehmen erklärte, dass es zu einem unbefugten Zugriff auf seine Systeme gekommen sei.
Dabei seien vertrauliche Informationen heruntergeladen worden.
Darunter befand sich auch frühes Entwicklungsmaterial des nächsten Grand Theft Auto.
Damit war eindeutig:
Das ist ein entscheidender Unterschied zu den unzähligen angeblichen Leaks, die heute auf Social Media, Discord, YouTube oder anderen Plattformen auftauchen.
Die Videos gewährten einen extrem frühen Blick auf das Spiel.
Dabei waren unter anderem unterschiedliche Gameplay-Situationen, Testumgebungen, Animationen und technische Entwicklungsinformationen zu sehen.
Besonders viel Aufmerksamkeit bekamen zwei Figuren.
Heute kennen wir die beiden offiziell als:
Jason und Lucia.
Außerdem deutete das Material bereits damals sehr deutlich darauf hin, dass GTA 6 wieder in Vice City beziehungsweise einer modernen Interpretation dieser Region spielen würde.
Beides wurde später offiziell bestätigt.
Das macht den Leak rückblickend besonders interessant.
Einige der damals entdeckten Informationen haben sich tatsächlich als korrekt herausgestellt.
Aber daraus entsteht gleichzeitig ein Problem.
Dieser Punkt wird bei Diskussionen über GTA 6 häufig vergessen.
Selbst wenn geleaktes Material zweifelsfrei echt ist, bedeutet das nicht automatisch, dass alles darin auch im fertigen Spiel enthalten sein wird.
Das 2022 veröffentlichte Material stammte aus der Entwicklung.
Und Spieleentwicklung ist kein statischer Prozess.
Während der Produktion können Entwickler:
Ein Feature, das 2022 intern getestet wurde, könnte heute völlig anders aussehen.
Oder überhaupt nicht mehr existieren.
Deshalb wäre die Aussage:
„Das war im echten Leak zu sehen, also ist es definitiv im fertigen GTA 6.“
nicht korrekt.
Man kann lediglich sagen:
Dieses Feature existierte zu diesem Zeitpunkt in dieser Entwicklungsfassung.
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Nach dem Leak gab es teilweise Kritik an der Grafik.
Das war aus Sicht der Spieleentwicklung allerdings wenig überraschend.
Ein Spiel sieht während seiner Entwicklung nicht permanent so aus wie das fertige Produkt.
Entwickler arbeiten mit Testumgebungen, Platzhaltern, Debug-Anzeigen und unfertigen Assets.
Animationen können fehlen.
Beleuchtung kann noch nicht final sein.
Texturen können provisorisch sein.
Die Benutzeroberfläche kann ausschließlich für interne Tests gedacht sein.
Entwicklungsmaterial mit einem fertigen Trailer zu vergleichen, ist deshalb kaum sinnvoll.
Genau deshalb sind solche Leaks für Entwickler besonders problematisch:
Die Öffentlichkeit sieht etwas, das noch gar nicht für eine öffentliche Bewertung vorgesehen war.
Eigentlich wollte Rockstar den ersten Trailer zu GTA 6 im Dezember 2023 offiziell veröffentlichen.
Doch auch dieser Plan wurde durch einen Leak durchkreuzt.
Kurz vor der geplanten Premiere tauchte der Trailer vorzeitig im Internet auf.
Rockstar reagierte darauf ungewöhnlich schnell und veröffentlichte den Trailer anschließend selbst früher als ursprünglich geplant.
Damit wurde aus einer sorgfältig geplanten Premiere innerhalb kürzester Zeit eine Reaktion auf einen weiteren Leak.
Und dieser Trailer bestätigte zahlreiche Dinge, über die zuvor bereits spekuliert worden war.
Einer der wichtigsten Punkte der offiziellen Präsentationen war die Bestätigung der zentralen Charaktere und der Spielwelt.
Nachdem Lucia bereits im Entwicklungsmaterial von 2022 zu sehen gewesen war, wurde sie anschließend offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt.
Auch Vice City war eindeutig zu erkennen.
Palmen.
Strände.
Nachtleben.
Highways.
Großstadt.
Social-Media-Clips.
Und jede Menge Florida-Atmosphäre.
Rockstar machte damit deutlich, welche Richtung die Welt von GTA 6 einschlagen würde.
Später folgten weitere offizielle Informationen über Leonida, den fiktiven Bundesstaat, in dem Vice City liegt.
Damit konnten weitere Informationen, die zuvor hauptsächlich aus Leaks, Analysen und Berichten bekannt waren, mit offiziellen Informationen verglichen werden.
Spätestens nach den ersten offiziellen Trailern nahm die Analyse innerhalb der Community enorme Ausmaße an.
Fans untersuchen teilweise einzelne Frames.
Straßenschilder werden analysiert.
Gebäude werden verglichen.
Fahrzeuge werden identifiziert.
Landschaften werden möglichen Kartenpositionen zugeordnet.
Selbst kleine Details im Hintergrund können stundenlange Diskussionen auslösen.
Daraus entstand eine riesige Community rund um Fragen wie:
Wie groß wird GTA 6 eigentlich?
Welche Orte können wir besuchen?
Welche Gebäude sind betretbar?
Welche Fahrzeuge gibt es?
Wie realistisch wird die Spielwelt?
Und natürlich:
Welche der angeblichen Leaks stimmen tatsächlich?
Besonders spannend ist die Arbeit von Fans, die versuchen, anhand offiziell veröffentlichter Szenen und früherer Informationen eine mögliche Karte von GTA 6 zu rekonstruieren.
Dabei werden beispielsweise:
miteinander verglichen.
Das ist beeindruckende Community-Arbeit.
Trotzdem muss man auch hier unterscheiden.
Eine von Fans rekonstruierte Karte ist nicht automatisch die offizielle GTA-6-Karte.
Selbst wenn viele Positionen korrekt erkannt wurden, kann die tatsächliche Spielwelt anders aufgebaut sein.
Solange Rockstar keine vollständige Karte veröffentlicht, bleiben entsprechende Fan-Projekte Rekonstruktionen.
Eines der hartnäckigsten Gerüchte rund um GTA 6 betrifft Innenräume.
Seit Jahren kursieren unterschiedliche Behauptungen darüber, wie viele Gebäude in GTA 6 tatsächlich betreten werden können.
Teilweise werden dabei erstaunlich konkrete Prozentzahlen genannt.
Genau bei solchen Angaben sollte man besonders vorsichtig sein.
Rockstar hat keine verlässliche öffentliche Zahl genannt, mit der sich solche Behauptungen eindeutig bestätigen lassen.
Natürlich wäre es denkbar, dass GTA 6 erheblich mehr Innenräume bietet als GTA V.
Aber:
„Denkbar“ ist nicht dasselbe wie „bestätigt“.
Wenn irgendwo eine konkrete Zahl auftaucht, sollte deshalb immer zuerst gefragt werden:
Woher stammt diese Information?
Auch eine mögliche Tankmechanik wird seit langer Zeit diskutiert.
Die Idee:
Fahrzeuge könnten in GTA 6 tatsächlich Kraftstoff verbrauchen.
Spieler müssten dann möglicherweise Tankstellen benutzen.
Das wäre für GTA eine ziemlich große Veränderung.
Die Reihe besitzt zwar viele realistische Elemente, ist aber keine klassische Fahrsimulation.
Eine verpflichtende Tankmechanik könnte das Spielgefühl deshalb erheblich beeinflussen.
Bislang sollte eine solche Funktion jedoch nicht als gesicherter Bestandteil des Spiels dargestellt werden.
Solange Rockstar keine entsprechende Mechanik offiziell zeigt oder bestätigt, gehört sie in die Kategorie:
Ein weiteres Thema betrifft das bekannte Wanted-System.
GTA V verwendet maximal fünf Fahndungssterne.
Ältere GTA-Spiele besaßen teilweise sechs Stufen.
Deshalb sorgt jede vermeintliche Information über die mögliche Rückkehr eines sechsten Sterns sofort für Aufmerksamkeit.
Sollte Rockstar tatsächlich sechs Fahndungsstufen verwenden, könnte das bedeuten, dass Verfolgungsjagden noch stärker eskalieren können.
Von normalen Polizeistreifen bis hin zu extremen Fahndungssituationen wäre theoretisch deutlich mehr Abstufung möglich.
Das klingt spannend.
Aber:
Spannend bedeutet noch nicht bestätigt.
Solange Rockstar ein solches System nicht offiziell vorstellt, sollte die Rückkehr von sechs Sternen nicht als feststehende Tatsache dargestellt werden.
Generell gibt es zahlreiche Spekulationen darüber, dass Rockstar das Polizeisystem für GTA 6 erheblich überarbeitet.
Diskutiert werden unter anderem:
Einige dieser Diskussionen basieren teilweise auf Beobachtungen aus älterem Entwicklungsmaterial.
Andere sind reine Spekulation.
Hier zeigt sich wieder das grundlegende Problem:
Ein echtes altes Video kann eine echte Mechanik zeigen.
Aber wir wissen dadurch noch nicht, wie diese Mechanik im fertigen Spiel funktionieren wird.
Auch das Waffensystem sorgt für Diskussionen.
In GTA V kann der Spieler eine enorme Anzahl an Waffen gleichzeitig mit sich führen.
Bei GTA 6 gibt es seit dem frühen Entwicklungsmaterial Spekulationen darüber, dass Rockstar dieses System realistischer gestalten könnte.
Möglicherweise könnten Spieler nur eine begrenztere Auswahl an großen Waffen unmittelbar tragen.
Weitere Ausrüstung könnte beispielsweise über Fahrzeuge verwaltet werden.
Das würde gut zu einigen Mechaniken passen, die Rockstar bereits in Red Dead Redemption 2 verwendet hat.
Aber auch hier muss klar getrennt werden:
Dass ein bestimmtes System während der Entwicklung getestet wurde, bestätigt noch nicht dessen finale Umsetzung.
Dieser Punkt ist dagegen wesentlich besser durch offizielles Material gestützt.
Bereits der erste GTA-6-Trailer zeigte zahlreiche vertikale Social-Media-Videos.
Die Darstellung erinnert bewusst an die heutige Welt aus Kurzvideos, Livestreams und viralen Clips.
Rockstar scheint damit die moderne Internetkultur stark in seine Satire einzubauen.
Das passt perfekt zu Vice City und Leonida.
Während GTA V stark von der Internet- und Promikultur seiner Zeit geprägt war, kann GTA 6 eine Welt darstellen, in der praktisch jeder jederzeit ein Smartphone besitzt und außergewöhnliche Ereignisse sofort online landen.
Wie tief dieses System tatsächlich ins Gameplay eingebaut wird, bleibt allerdings noch abzuwarten.
GTA 6 besitzt eine gigantische Aufmerksamkeit.
Und genau das ist der perfekte Nährboden für Gerüchte.
Ein angeblicher Screenshot kann irgendwo hochgeladen werden.
Kurz darauf landet er auf Social Media.
Dann wird er von größeren Accounts übernommen.
YouTube-Kanäle produzieren Videos darüber.
Andere Nutzer teilen Screenshots dieser Videos.
Und irgendwann weiß kaum noch jemand, wo die ursprüngliche Behauptung überhaupt herkam.
Aus:
„Ein Nutzer behauptet, dass …“
kann innerhalb weniger Stunden werden:
„Neuer GTA-6-Leak bestätigt Feature!“
Obwohl überhaupt nichts bestätigt wurde.
Das ist ein großes Problem bei der Bewertung solcher Meldungen.
Viele Posts bedeuten nämlich nicht automatisch viele unabhängige Quellen.
Manchmal beziehen sich hunderte Beiträge auf exakt dieselbe ursprüngliche Behauptung.
Seit generative KI-Bilder und KI-Videos immer realistischer werden, ist die Situation rund um GTA-6-Leaks noch komplizierter geworden.
Früher konnte ein schlecht gefälschter Screenshot häufig relativ schnell erkannt werden.
Heute können künstlich erzeugte Bilder erstaunlich überzeugend aussehen.
Auch Videos werden zunehmend schwieriger einzuschätzen.
Dazu kommen:
Ein unscharfes Handyvideo von einem angeblichen Monitor ist deshalb kein Beweis für einen Leak.
Eigentlich ist mittlerweile sogar das Gegenteil sinnvoll:
Je schlechter die Qualität eines angeblichen Leaks ist, desto schwieriger ist es, Details zuverlässig zu überprüfen.
Die Antwort ist simpel:
GTA 6 erzeugt Aufmerksamkeit.
Eine Überschrift wie:
„NEUER GTA-6-LEAK!“
wird wahrscheinlich deutlich häufiger angeklickt als:
„Unbestätigter Screenshot unbekannter Herkunft aufgetaucht.“
Dadurch entsteht ein Anreiz, praktisch jede Behauptung als Leak zu verkaufen.
Ein Nutzer veröffentlicht etwas.
Ein größerer Account übernimmt es.
Ein YouTube-Kanal macht daraus ein Video.
Andere Webseiten berichten darüber.
Und plötzlich wirkt eine Behauptung glaubwürdig, weil viele Menschen darüber sprechen.
Dabei zitieren manchmal alle dieselbe ursprüngliche, unbestätigte Quelle.
Viele Posts sind nicht automatisch viele Quellen.
Bei zukünftigen GTA-6-Leaks wird die Überprüfung deshalb immer wichtiger.
Man sollte sich beispielsweise fragen:
Erst danach sollte entschieden werden, wie glaubwürdig eine Behauptung tatsächlich ist.
Immer wieder tauchen Personen auf, die behaupten:
„Mein Freund arbeitet bei Rockstar.“
„Ich kenne jemanden bei Take-Two.“
„Ein Entwickler hat mir das geschickt.“
„Ich habe Zugang zu einer internen Version.“
Solche Aussagen lassen sich häufig überhaupt nicht überprüfen.
Natürlich können echte Insider existieren.
Aber ohne zusätzliche Belege sollte eine anonyme Behauptung niemals automatisch als Tatsache behandelt werden.
Gerade bei einem Spiel wie GTA 6 ist Skepsis angebracht.
Aus Sicht der Community können Leaks spannend sein.
Für ein Entwicklerstudio sieht die Situation völlig anders aus.
Ein Unternehmen plant sehr genau, wann bestimmte Informationen veröffentlicht werden.
Trailer werden vorbereitet.
Marketingkampagnen werden abgestimmt.
Entwickler arbeiten jahrelang an Features, bevor diese öffentlich präsentiert werden.
Wenn internes Material vorzeitig veröffentlicht wird, verliert das Unternehmen einen Teil dieser Kontrolle.
Dazu können weitere Probleme kommen.
Interne Informationen können urheberrechtlich geschützt sein.
Sicherheitslücken müssen untersucht werden.
Mitarbeiter können betroffen sein.
Unfertige Inhalte werden ohne Kontext bewertet.
Und geplante Ankündigungen können vorzeitig öffentlich werden.
Deshalb gehen Unternehmen gegen die unerlaubte Veröffentlichung vertraulichen Materials vor.
Bei der Diskussion geht manchmal unter, dass hinter GTA 6 sehr viele Menschen und unzählige Arbeitsstunden stehen.
Ein Entwickler möchte vielleicht jahrelang an einem System arbeiten und es irgendwann in einem fertigen Zustand präsentieren.
Stattdessen landet eine unfertige Version davon plötzlich im Internet.
Anschließend lesen Entwickler möglicherweise Kommentare wie:
„Sieht schlecht aus.“
„GTA V sieht besser aus.“
„Dafür brauchen die so lange?“
Dabei war dieses Material niemals für eine öffentliche Präsentation vorgesehen.
Genau deshalb sollte Entwicklungsmaterial immer in seinem Kontext betrachtet werden.
Für unsere Berichterstattung gibt es dabei eine klare Linie:
Wir können über die Existenz und Bedeutung eines Leaks berichten, ohne das geleakte Material selbst weiterzuverbreiten.
Deshalb werden in diesem Artikel keine gestohlenen internen Videos oder Screenshots eingebunden.
Stattdessen verwenden wir Illustrationen und beschreiben, worum es bei relevanten Leaks und Gerüchten geht.
Wenn ein Leak relevant ist, soll außerdem klar erkennbar sein, wie zuverlässig die Information aktuell erscheint.
Bei all den Leaks und Gerüchten lohnt sich ein Blick auf die Dinge, die wir nicht mehr erraten müssen.
Rockstar hat inzwischen selbst zahlreiche Informationen veröffentlicht.
Diese Informationen benötigen keine angeblichen Insider.
Sie stammen aus offiziellen Veröffentlichungen.
Bei anderen Themen sollte man dagegen vorsichtig bleiben.
Dazu gehören, sofern Rockstar sie nicht offiziell bestätigt:
Gerade bei konkreten Zahlen ist Skepsis sinnvoll.
Wenn jemand behauptet, GTA 6 habe exakt 500, 700 oder 1.000 bestimmte Aktivitäten oder Gebäude, sollte unmittelbar die Frage folgen:
Hat Rockstar diese Zahl tatsächlich genannt?
Wenn nicht, sollte sie nicht als bestätigter Fakt dargestellt werden.
Weil wahrscheinlich noch zahlreiche angebliche Leaks auftauchen werden, werden wir zukünftige Meldungen nach einigen einfachen Fragen bewerten:
Ist die ursprüngliche Quelle überhaupt bekannt?
Existiert Material, das unabhängig überprüft werden kann?
Oder kopieren ausschließlich Social-Media-Accounts voneinander?
Eine offizielle Stellungnahme kann die Situation vollständig verändern.
Ein echter Leak aus dem Jahr 2022 zeigt nicht zwangsläufig den heutigen Entwicklungsstand.
Mods, KI und Fan-Projekte können inzwischen extrem überzeugend wirken.
Ein seriöser Bericht sollte klar sagen, wenn etwas nicht bestätigt ist.
Für zukünftige Artikel auf dieser Seite werden Informationen möglichst eindeutig gekennzeichnet.
Rockstar Games, Take-Two oder eine andere direkte offizielle Quelle hat die Information bestätigt.
Es gibt ernstzunehmende Hinweise oder Material, aber keine vollständige offizielle Bestätigung.
Die Behauptung besitzt keine ausreichende Beleglage und sollte nicht als Tatsache verstanden werden.
Damit soll direkt erkennbar sein, wie sicher eine Information tatsächlich ist.
Je näher GTA 6 seiner Veröffentlichung kommt, desto größer wird das Interesse.
Und damit steigt wahrscheinlich auch die Zahl angeblicher Leaks.
Ein einziges Bild kann innerhalb weniger Minuten auf Social Media, Discord, YouTube und zahlreichen anderen Plattformen landen.
Danach beginnt sofort die Analyse.
Ist das echt?
Ist das die Benutzeroberfläche?
Ist das Vice City?
Ist das ein neues Fahrzeug?
Ist das eine Mission?
Oder hat jemand einfach ein überzeugendes Fake-Bild erstellt?
Genau diese Mischung aus enormem Interesse und offenen Fragen macht GTA 6 zu einem perfekten Ziel für Fakes und Gerüchte.
Bei GTA 6 sollte man sich einen einfachen Satz merken:
Der Leak von 2022 ist dafür das perfekte Beispiel.
Das Material war authentisch.
Aber es zeigte eine frühe Entwicklungsversion.
Ein echtes Video aus einer frühen Version kann deshalb gleichzeitig echt und heute veraltet sein.
Und ein angeblich brandneues Video kann gleichzeitig komplett gefälscht sein.
Diese Unterscheidung macht die Bewertung von GTA-6-Leaks so kompliziert.
GTA 6 hat bereits vor seiner Veröffentlichung eine ungewöhnliche Geschichte hinter sich.
Der massive Leak von 2022 gewährte unfreiwillig einen frühen Blick auf das Spiel.
Der erste Trailer gelangte 2023 vor seiner geplanten Premiere ins Internet.
Seitdem folgen regelmäßig angebliche Screenshots, Gameplay-Videos und Insider-Informationen.
Einige Gerüchte könnten sich irgendwann als richtig herausstellen.
Andere werden verschwinden.
Und wieder andere werden wahrscheinlich noch jahrelang als angebliche Fakten durch die Community wandern.
Deshalb werden wir bei kommenden GTA-6-News versuchen, eine Sache besonders ernst zu nehmen:
Die Quelle entscheidet.
Wenn Rockstar etwas bestätigt, können wir es als Fakt behandeln.
Wenn glaubwürdiges Material auftaucht, können wir darüber berichten, aber mit entsprechender Kennzeichnung.
Und wenn irgendein anonymer Account behauptet, GTA 6 habe 847 betretbare Gebäude, 63 Radiosender und einen geheimen dritten Protagonisten?
Dann warten wir lieber noch ein bisschen. 😅
Denn bei einem Spiel mit der Aufmerksamkeit von GTA 6 ist eines praktisch garantiert:
Der nächste angebliche Leak kommt bestimmt.
Wir behalten die Entwicklungen rund um GTA 6 im Blick und berichten hier über neue Informationen, sobald es etwas Relevantes gibt.
🎮 Bis dahin gilt: anschauen, einordnen und nicht jedes Gerücht sofort für bare Münze nehmen.